Krebsforschung SchweizForschungsförderungProgramm zur Stärkung der onkologischen VersorgungsforschungForschungsförderung

Programm zur Stärkung der onkologischen Versorgungsforschung

Im Rahmen der «Nationalen Strategie gegen Krebs 2014 - 2017» soll die onkologische Versorgungsforschung in der Schweiz gestärkt und gefördert werden. Deshalb hat die Stiftung Krebsforschung Schweiz –mit Unterstützung der Accentus-Stiftung (Marlies Engeler Fonds) – ein Forschungsprogramm ausgeschrieben, das in den Jahren 2016 bis 2020 jährlich eine Million Franken für die Untersuchung von Fragestellungen aus der Versorgungsforschung zur Verfügung stellt.

Zu solchen Fragestellungen gehören etwa die Beurteilung von Kosten und Nutzen medizinischer Leistungen oder wie stark diese Leistungen in verschiedenen Regionen in Anspruch genommen werden. Im Unterschied zur Grundlagenforschung, die den molekularen Ursachen einer Krebserkrankung auf der Spur ist, und der klinischen Forschung, die an bestimmten Patientinnen und Patienten neue Therapieoptionen untersucht, hat die Versorgungsforschung die medizinische Betreuung im wahren Klinikalltag zum Thema: Sie interessiert sich für die Wirksamkeit von Therapien in der täglichen Praxis und hält nach möglichen konkreten Verbesserungen Ausschau.

Entsprechend sollen die Resultate aus der onkologischen Versorgungsforschung Wege für eine möglichst effiziente Organisation von Gesundheitsleistungen im Krebsbereich aufzeigen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass alle Krebspatientinnen und –patienten einen gerechten Zugang zu qualitativ hochstehenden Leistungen haben und die Patientensicherheit stetig verbessert wird.

Auswahl der Projekte

Die eingereichten Forschungsgesuche werden von einem elfköpfigen Expertengremium in einem zweistufigen Evaluationsverfahren bewertet und ausgewählt. Die folgenden Personen haben im Expertengremium Einsitz:

  • Prof. Dr. Marcel Zwahlen, (Präsident)
    Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Bern
  • PD Dr. med. Eva Bergsträsser
    Pädiatrische Palliative Care, Universitäts-Kinderspital Zürich
  • Prof. Dr. Iren Bischofberger
    Fachbereich Gesundheit, Kalaidos Fachhochschule, Zürich
  • Prof. Dr. Urs Brügger
    ZHAW School of Management and Law, Winterthur
  • Prof. Dr. med. Steffen Eychmüller
    Universitäres Zentrum für Palliative Care, Inselspital Bern
  • Dr. Klazien Matter-Walstra
    European Center of Pharmaceutical Medicine, Universität Basel
  • Prof. Dr. med. Thomas Perneger
    Service qualité des soins, Hôpitaux Universitaires de Genève
  • Prof. Dr. med. Isabelle Peytremann-Bridevaux
    Institut universitaire de médecine sociale et préventive, Université de Lausanne
  • Prof. Dr. med. Thomas Rosemann
    Institut für Hausarztmedizin, Universitätsspital Zürich
  • Dr. med. Thomas Ruhstaller
    Brustzentrum, Kantonsspital St. Gallen
  • Prof. Dr. med. Susanne Singer
    Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Entscheid, welche Forschungsgesuche den Zuschlag erhalten, fällt im März 2017. Im Sommer 2017 werden die Eingabetermine der neuen Ausschreibungsrunde bekanntgegeben.