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Brustkrebs bei jungen Frauen

Brustkrebsfälle bei Frauen unter 45 Jahren nehmen zu – und sie gehen mit einer schlechten Prognose einher. Das Genfer Krebsregister ermittelt, welche Faktoren berücksichtigt werden müssen, um eine bessere Behandlung anbieten zu können.

Jede zehnte Frau ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Die meisten Erkrankungen treten bei Frauen über 50 Jahren auf. Doch seit ungefähr zehn Jahren beobachtet man in Genf, in der gesamten Schweiz und im übrigen Europa eine Erhöhung des Risikos bei den unter 45-Jährigen.

Der Brustkrebs bei jungen Frauen wirft immer noch viele Fragen auf: Welche Faktoren beeinflussen sein Auftreten? Welche führen zum Behandlungserfolg? Welche Risiken bestehen in Zusammenhang mit einer Schwangerschaft?

Die Beantwortung dieser Fragen ist umso wichtiger, als die Brustkrebserkrankungen bei jungen Frauen oft erst in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert werden. Und dementsprechend eine schlechte Prognose mit häufigen Rückfällen und einer geringen Überlebensrate aufweisen. Zudem treten sie in einem wichtigen Moment im Leben einer Frau auf: Oft sind die jungen Frauen noch mit der Gründung einer Familie oder der Entwicklung ihrer beruflichen Laufbahn beschäftigt.

Zusammen mit Expertinnen und Experten in den Bereichen Epidemiologie, Brustkrebserkrankungen und Biostatistik geht das Team um Christine Bouchardy mithilfe von Daten des Genfer Krebsregisters diesen Fragen nach. Dieses enthält Informationen über alle Krebsbetroffenen in Genf seit 1970. Mit den Daten von über 1600 brustkrebsbetroffenen Frauen unter 45 Jahren möchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diejenigen Merkmale von Patientinnen bestimmen, die sich auf die Prognose dieser Krebserkrankung auswirken können. Untersucht werden auch die mit der Langzeitwirksamkeit von Behandlungen verbundenen Faktoren sowie der Einfluss einer Schwangerschaft vor, während oder nach der Krebsdiagnose.

Die Studie soll zu einem besseren Verständnis von Brustkrebs bei jungen Frauen führen, damit die Behandlung, das Überleben und die Lebensqualität verbessert werden können.