Die Geschichte von Barbara Fountain
Barbara Fountain war 32 Jahre alt, als sie die Diagnose Zungenkrebs erhielt. Sie hatte gerade ihr eigenes Unternehmen gegründet, war frisch verlobt und mitten im Leben. Angefangen hatte alles mit einem kleinen Bläschen auf der Zunge, das einfach nicht abheilte. Mehrere Abklärungen später kam die Diagnose – völlig unerwartet.
Die Behandlung war einschneidend: In einer langen Operation wurde ein Teil ihrer Zunge entfernt und rekonstruiert. Heute ist sie krebsfrei und kann wieder sprechen, essen und ihren Alltag gestalten. Dennoch hat die Krankheit ihr Leben stark verändert – gesundheitlich, beruflich und persönlich.
Aus ihrer Erfahrung heraus gründete sie die Organisation «Young Tongues», um Betroffene weltweit zu vernetzen. Der Austausch hilft vielen, sich weniger allein zu fühlen und mit den Folgen der Erkrankung umzugehen.
Forschung zu Zungenkrebs bei jungen Menschen
Immer mehr junge Menschen erkranken an Mundhöhlenkrebs – oft ohne bekannte Risikofaktoren. Diesem Phänomen ging der Hals-Nasen-Ohren-Spezialist Patrick Bergsma vom Inselspital Bern nach.
In seinem Forschungsstipendium analysierte er Tumorgewebe von jüngeren Patientinnen und Patienten und entwickelte Modelle, um neue Therapien. zu testen. Dabei zeigte sich ein auffälliges Muster: Bei vielen jungen Patientinnen und Patienten ist das Stützgewebe der Tumoren besonders dicht. Diese Struktur erschwert es Therapien, in den Tumor einzudringen – und könnte erklären, warum der Krebs bei ihnen manchmal schneller zurückkehrt.
Ein Medikament, das dieses Bindegewebe beeinflusst, zeigte in ersten Versuchen vielversprechende Resultate: Tumoren reagierten empfindlicher auf Behandlungen. Dieser Ansatz wird nun weiter erforscht – in der Hoffnung, künftig gezieltere und wirksamere Therapien anbieten zu können.
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