Krebsforschung SchweizUnser EngagementWir bringen die Krebsforschung den Menschen näherWissen gegen KrebsWir bringen die Krebsforschung den Menschen näher

Wissen gegen Krebs

Hinter jeder Erkrankung steckt eine ganz persönliche, bewegende Geschichte, hinter jedem Forschungsprojekt ein engagierter Mensch, der ein klares Ziel verfolgt. Die neue Podcast-Serie «Wissen gegen Krebs» bringt diese beiden Pole zusammen: Eine Person mit Krebsdiagnose und ein Vis-à-vis in der Forschung, das alles daransetzt, dass Heilung nach einem Krebsbefall zur Regel wird. 

Die neue Podcast-Serie sendet direkt aus dem trauten Heim, dem Spital, dem Labor oder dem Behandlungszimmer und gibt Einblick in die von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Projekte.  

Jeden Monat wird eine neue Folge ausgespielt. Hören Sie rein und abonnieren Sie den neuen Podcast.

Produktion: Rebekka Haefeli
Musik: Jim & Pete Thuli und Audiohub.de

Folge 17: Unabhängige Forschung – der Schlüssel zu Innovation

Hans-Peter Richterich, langjähriger Patron der Firma Ricola und Grossgönner der Stiftung Krebsforschung Schweiz (KFS), erzählt, wieso er sich für die Erforschung von Eierstockkrebs einsetzt: Seine Frau erkrankte vor 14 Jahren an einem Ovarialkarzinom, vor einem Jahr ist sie daran gestorben. Für den Witwer ist es eine Form, seine Dankbarkeit auszudrücken, dass seine Gattin dank Therapien noch viele Jahre nach der Diagnose weiterlebte. Sein finanzielles Engagement wiederum ermöglicht es, dass die KFS unabhängige Forschung finanzieren kann, wie sie Prof. Viola Heinzelmann am Universitätsspital Basel betreibt. Sie geht in ihrem aktuellen Projekt der Frage nach, wie sich die Prognose von Eierstockkrebs verbessern und ein Rückfall verhindern lässt. 

Folge 16: Checkpoint-Inhibitoren – eine Erfolgsgeschichte für Wissenschaft und Krebsbetroffene

Wäre bei Roger G. vor zehn Jahren das metastasierende Melanom entdeckt worden, hätte er kaum überlebt. Doch dank der neuartigen Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren haben sich seine Tumoren mittlerweile zurückgebildet; er führt ein weitgehend normales Leben. «Die Checkpoint-Inhibitoren unterstützen das Immunsystem dabei, gegen den Krebs zu kämpfen», erklärt sein behandelnder Arzt Prof. Alfred Zippelius vom Universitätsspital Basel. Immuntherapien finden heute immer breitere Anwendung. Und doch ist noch viel Forschung notwendig, um Nebenwirkungen zu reduzieren und zu prüfen, wieso sie bei gewissen Patienten durchschlagenden Erfolg haben und bei anderen nicht. 

Folge 15: Pflegewissenschaft – Forschung für und mit Patienten

Manuela Eicher, Professorin für Pflegewissenschaft an der Universität Lausanne und am Universitätsspital CHUV, kennt die Pflege von der Pike auf. Sie weiss, wie wichtig eine enge und professionelle Begleitung von Patientinnen und Patienten mit Krebs ist. Nicht nur während des Spitalaufenthalts selber, sondern auch für die Zeit danach, die sich für viele als besonders anspruchsvoll erweist. Plötzlich fällt der sichere Rahmen, wie ihn das Spital bietet, weg. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt entwickelt Manuela Eicher Hilfsmittel, um Betroffene auch nach dem Spitalaustritt optimal unterstützen zu können. Bei ihrem Projekt zieht sie nicht nur Fachkräfte aus der Pflege mit ein, sondern auch Patientinnen und Patienten.

Folge 14: Metastasen – die Suche nach neuen Strategien

Sie sind manchmal kaum mehr in den Griff zu bekommen: diese Krebszellen, die sich vom ursprünglichen Tumor lösen und Ableger bilden. «Neunzig Prozent aller Todesfälle bei Krebspatienten gehen auf Metastasen zurück», bringt es Prof. Gerhard Christofori von der Universität Basel auf den Punkt. Mit seinem Team erforschte der Molekularbiologe und Biochemiker während vieler Jahre, welche molekularen Mechanismen hinter bösartigen Tumoren stecken. Nun – kurz vor seiner Pensionierung – wagt er einen Blick in die Zukunft und erklärt, wieso es Grund zur Hoffnung gibt: Neuste Experimente deuten darauf hin, dass sich bösartige Tumorzellen durchaus überlisten lassen.

Folge 13: Integrative Medizin – eine sinnvolle Ergänzung

Das Zentrum für Integrative Medizin, das Dr. Marc Schlaeppi leitet, ist Teil des 
Kantonsspitals St. Gallen. Hier steht die ganzheitliche Behandlung im Vordergrund. Zum Einsatz kommen Mistel-, Bewegungs-, Kunsttherapie oder Akupunktur ebenso wie Methoden aus den Bereichen Achtsamkeit und Entspannung. Dabei handelt es sich nicht um einen Ersatz für Operationen, Chemotherapien oder Bestrahlungen, sondern vielmehr um eine Ergänzung – etwa um Nebenwirkungen oder Ängste zu lindern. Auch dank der Forschung sind komplementärmedizinische Methoden heute anerkannt. Es brauche aber weitere Bemühungen, um ihre Wirksamkeit und ihr Potenzial darzulegen, so Schlaeppi. 

Folge 12: Radioonkologie – hochpräzise Bestrahlung

Paul E. erfreut sich heute wieder bester Gesundheit. Doch vor nicht allzu langer Zeit hatte er einen schweren Kampf zu führen: Prostatakrebs mit Metastasen lautete seine Diagnose. «Früher wäre die Heilung dieses Patienten undenkbar gewesen», sagt Prof. Matthias Guckenberger, Direktor der Klinik für Radio-Onkologie des Universitätsspitals Zürich. Er hat bei Paul E. ein neues Gerät für die Bestrahlung eingesetzt, das die Bildgebung eines MRI mit Radiotherapie kombiniert. «Das Verfahren ermöglicht es, ganz fokussiert zu bestrahlen und das umliegende Gewebe zu schützen», erklärt der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützte Forscher.

Folge 11: Massgeschneiderte Behandlungen – dank molekularer Diagnostik

Prof. Holger Moch, Direktor des Instituts für Pathologie und Molekularpathologie am Universitätsspital Zürich, führt durch sein Labor: Mit seinem Team untersucht er hier mit modernsten Geräten und Methoden die DNA von Tumoren. Gelingt es, bestimmte Genveränderungen zu detektieren, wird in einem nächsten Schritt nach passenden Medikamenten gesucht. «Je genauer wir über den Tumor Bescheid wissen, desto gezielter können wir den Patienten behandeln», bringt es der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz geförderte Forscher auf den Punkt.

Folge 10: Prostatakrebs – zuwarten statt therapieren

Fritz O. (64) weiss seit sieben Jahren, dass er ein Prostatakarzinom hat. Bis jetzt wurde er weder operiert noch bestrahlt, gesundheitlich geht es ihm bestens. Prostatakrebs, diese häufigste Krebsart bei Männern, ist insofern besonders, als dass das Zuwarten auch eine sinnvolle Option sein kann, wie die Forschung aufzeigen konnte. Regelmässige Untersuchungen helfen dabei zu überwachen, wie sich der Tumor entwickelt. «Wir beurteilen bei jedem Patienten individuell, ob es sinnvoller ist abzuwarten oder mit einer Therapie zu beginnen», sagt Prof. George N. Thalmann, Chefarzt Urologie am Berner Inselspital.

Folge 9: Leukämie bei Kindern – neue Ansätze in der Therapie

Noch Anfang der 70-er Jahre endete eine Leukämie bei Kindern fast immer tödlich. Heute sind die Heilungschancen gut bis sehr gut. Und doch schafft es eins von fünf betroffenen Kindern nicht; es spricht nicht auf die Chemotherapie an oder erleidet einen Rückfall. Für Prof. Jean-Pierre Bourquin, Leiter des Zentrums Onkologie am Universitäts-Kinderspital Zürich ist klar: «Wir wollen die Therapien von Kindern, die an Krebs erkranken, weiter verbessern.» Im Podcast erzählt er von seinem medizinisch und menschlich herausfordernden Alltag.

Folge 8: Brustkrebs – mehr Lebensqualität dank ausgeklügelten Operationstechniken

Entstellte Körperpartien nach einer Operation bei Brustkrebs sind zum Glück Vergangenheit: «Dank modernen Operationstechniken und der onkoplastischen Chirurgie sind die Resultate ästhetisch viel besser als früher», sagt Prof. Walter Paul Weber, Chefarzt Brustchirurgie am Universitätsspital Basel. Entscheidend ist eine enge Zusammenarbeit von Fachkräften aus der plastischen und der Tumorchirurgie. Was das konkret bedeutet, weiss Marlene P. Sie hat sich für einen Brustaufbau entschieden, der zwar lange Operationszeiten mit sich gebracht hat, die Mühe aber wert war. Marlene P. freut sich auch sieben Jahre nach der Operation an ihrer anhaltend guten Lebensqualität und am Resultat. Dank Studien, die die Krebsforschung Schweiz unterstützt, werden die Operationstechniken weiter überprüft und optimiert.

Folge 7: Krebs bei Kindern – geheilt und doch nicht ganz gesund

An den Moment, als ihnen die Diagnose «Hodgkin-Syndrom», auch bekannt als Lymphdrüsenkrebs, eröffnet wurde, erinnern sich Mutter und Tochter noch ganz genau. Mittlerweile ist das zehn Jahre her und aus der Jugendlichen ist eine 23-jährige Frau geworden, die mitten im Leben steht. Doch die intensive Behandlung, die den Krebs damals zu vertreiben vermochte, hat ihre Spuren hinterlassen. «Dass wir die potenziellen Nachwirkungen der Therapie möglichst früh erkennen und behandeln, ist entscheidend», sagt ihre Kinderonkologin Katrin Scheinemann. In einem von der Krebsforschung Schweiz finanzierten Forschungsprojekt vergleicht sie verschiedene Nachsorgemodelle und setzt alles daran, dass junge Patientinnen und Patienten auf eine lebenslange, verlässliche Nachsorge zählen können.

Folge 6: Krebsforschung Schweiz – seit 30 Jahren temporeich voran

Prof. em. Thomas Cerny, Präsident der Stiftung Krebsforschung Schweiz, hat die rasanten Fortschritte in der Krebsforschung in den letzten drei Jahrzehnten als Onkologe hautnah miterlebt. Im Jubiläumspodcast spricht er über seine persönlichen Erfahrungen und benennt die Meilensteine in der Forschung. «Bei den Therapien, den Untersuchungsmethoden, der Früherkennung, aber auch bezüglich der Kommunikation mit Betroffenen sind wir heute an einem ganz anderen Ort als noch vor 30 Jahren», hält Thomas Cerny fest. Als grossen Durchbruch in der Therapie bezeichnet er die Immuntherapie, die mithilfe des körpereigenen Immunsystems den Krebs bekämpft. Auch numerisch sind die imposanten Erfolge der vergangenen Jahre klar belegt: Heute lassen sich mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen heilen, Tendenz steigend.

Folge 5: «Palliative Care» – Lebensqualität erhalten bis zuletzt 

Sie wolle jeden Tag noch in vollen Zügen geniessen, sagt Brigitte N., die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Selbstbestimmt und bewusst das Lebensende gestalten – das ist der 57-Jährigen in der verbleibenden Zeit unglaublich wichtig. Einer, der sich dafür einsetzt, dass auch Menschen wie Brigitte N. bestmöglich begleitet werden, ist der Palliativmediziner Prof. Steffen Eychmüller. Er hat mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz ein Schema für Ärzte entwickelt, mit dem sich solche meist sehr anspruchsvollen Gespräche mit schwer kranken Patienten strukturieren lassen. Es soll helfen, dass alle Punkte zur Sprache kommen, die in diesem Lebensabschnitt für die Betroffenen relevant sind. Die Schmerzbekämpfung wird dabei ebenso thematisiert wie Fragen der bestmöglichen Betreuung.

Folge 4: Krebsforschung Schweiz: ein Blick hinter die Kulissen

Es ist Zeit zu feiern. Und zwar gleich aus mehreren Gründen: Einerseits weil die Stiftung Krebsforschung Schweiz (KFS) in diesem Jahr das 30-Jahr-Jubiläum begeht und andererseits weil die Krebsforschung seit den 90-er Jahren unglaubliche Fortschritte erzielt hat. «War vor 30 Jahren Krebs oft ein Todesurteil, sind heute die Chancen, Krebs zu überleben oft gut bis sehr gut. Dazu hat vor allem die Forschung beigetragen», hält Rolf Marti, Geschäftsführer der KFS fest. Hinter der Forschungsförderung, wie sie die KFS ermöglichst, steckt ein ausgeklügeltes System mit einer wissenschaftlichen Kommission, einer Forschungsdatenbank und Prozessen, die garantieren, dass jeder Franken am richtigen Ort ankommt. Der Podcast zum Jubiläum gibt Einblick in das Innenleben der Stiftung, die klein angefangen hat und heute jährlich rund 20 Millionen Franken für zukunftsweisende Projekte vergibt.

Folge 3: Eltern werden trotz Krebs

Krebsdiagnose und Kinderwunsch? Das eine schliesst das andere nicht aus. Die Internetseite fertionco.ch ist für Krebsbetroffene eine Orientierungshilfe, wenn es darum geht, eine Fertilitätsbehandlung in Erwägung zu ziehen und zeigt auf, welche Folgen eine Krebstherapie für die Fruchtbarkeit haben kann. Prof. Sibil Tschudin, Gynäkologin und leitende Ärztin am Universitätsspital Basel, hat diese Plattform aufgrund ihrer Erfahrung mit Betroffenen und im Rahmen eines von der Krebsforschung Schweiz finanzierten Forschungsprojektes entwickelt. Alexandra K., bei der im Alter von 29 Jahren Brustkrebs diagnostiziert wurde, hat sich für eine solche Fertilitätsbehandlung entschieden. Was bedeutete das für die Familienplanung, was für ihr Leben? Hören Sie selbst.

Folge 2: CAR-T-Zelltherapie – ein Meilenstein in der Krebstherapie

Dass Christoph B. noch am Leben ist, grenzt an ein Wunder. Umso mehr, als er heute wieder zu 100 Prozent arbeitsfähig ist und auch seinen Freizeitaktivitäten nachgehen kann. 2018 wurde bei ihm ein aggressiver Lymphdrüsenkrebs entdeckt. Die CAR-T-Zelltherapie – diese neuartige Therapie, bei der Immunzellen gentechnologisch so verändert werden, dass sie Krebszellen erkennen und bekämpfen – rettete ihm buchstäblich das Leben. Professorin Caroline Arber Barth, eine von der Stiftung Krebsforschung Schweiz geförderte Forscherin an der Universität Lausanne, erklärt und erzählt, was sie antreibt, diese Therapie mit grossem Potenzial weiterzuentwickeln.

Folge 1: Psychoonkologie – erste Hilfe für die Seele

Bei einer Routineuntersuchung wird bei einem Familienvater ein Tumor entdeckt, der sofortige medizinische Massnahmen erfordert. Ein Schock auch für die Angehörigen. Wie mit dieser neuen Belastung und den aufkeimenden Ängsten umgehen? Die Frau des Betroffenen gewährt Einblick in ihren Familienalltag, der nach der Krebsdiagnose ein anderer ist. Und sie verrät: Geholfen haben ihr Gespräche mit einer Psychoonkologin. Judith Alder, die in diesem Bereich forscht, erläutert, was Betroffenen und Angehörigen in solchen Situationen helfen kann.