Krebsforschung SchweizUnser EngagementWir bringen die Krebsforschung den Menschen näherWissen gegen KrebsWir bringen die Krebsforschung den Menschen näher

Wissen gegen Krebs

Hinter jeder Erkrankung steckt eine ganz persönliche, bewegende Geschichte, hinter jedem Forschungsprojekt ein engagierter Mensch, der ein klares Ziel verfolgt. Die Podcast-Serie «Wissen gegen Krebs» bringt diese beiden Pole zusammen: Eine Person mit Krebsdiagnose und ein Vis-à-vis in der Forschung, das alles daransetzt, dass Heilung nach einem Krebsbefall zur Regel wird. 

Die Podcast-Serie sendet direkt aus dem trauten Heim, dem Spital, dem Labor oder dem Behandlungszimmer und gibt Einblick in die von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Projekte.  

Jeden Monat wird eine neue Folge ausgespielt. Hören Sie rein und abonnieren Sie den Podcast, der für die Suisse Podcast Awards 2024 nominiert war. 

Produktion: Rebekka Haefeli
Musik: Jim & Pete Thuli und Audiohub.de

Folge 37: Krebs im Alter – wenn der Gesundheitszustand die Therapie bestimmt

Bereits ihr Mann ist an Krebs gestorben. Nun hat Evi P. selbst die Diagnose erhalten: Mit 78 Jahren ist sie an Eierstockkrebs erkrankt und erhält nun eine Chemotherapie. Die Wahl der Therapie stellte – nur schon aufgrund ihres Alters – eine Herausforderung dar. «Ältere Patienten vertragen Chemotherapien, Bestrahlungen oder Operationen oft schlechter», erklärt Marcus Vetter vom Kantonsspital Baselland. Der Spezialist für Krebs im Alter setzt sich deshalb dafür ein, dass ältere Krebsbetroffene nicht einfach nach Schema X behandelt werden. In dieser Podcast-Folge erzählt er, welche Tests er bei älteren Patientinnen und Patienten vor Therapiebeginn durchführt, vor welchen Herausforderungen diese bei der Behandlung stehen und weshalb Forschung in diesem Bereich wichtig ist. 

Folge 36: Krebsrisiko – welche Faktoren eine Rolle spielen

Warum sterben manche jung an Krebs, obwohl sie immer gesund gelebt haben? Und weshalb gibt es ältere Menschen, die seit Jahrzehnten rauchen und Alkohol trinken, aber trotzdem nie Krebs bekommen? Können wir unser Risiko, an Krebs zu erkranken, selbst beeinflussen? Dazu forscht die Epidemiologin Prof. Sabine Rohrmann mithilfe verlässlicher Daten aus dem Krebsregister. Auch der leitende Onkologe Prof. Andreas Wicki vom Universitätsspital Zürich hört in den Sprechstunden immer wieder die Frage nach dem Warum. Wie er diese beantwortet, welche Faktoren bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen und was das für die Krebsprävention heisst: Antworten in dieser Podcast-Folge.  

Folge 35: Weisser Hautkrebs – häufig, aber kaum bekannt

Rund 20'000 Menschen erhalten jedes Jahr in der Schweiz die Diagnose weisser Hautkrebs. So wie Hans-Rudolf K. Der Tumor wuchs an seinem Kinn, zunächst unbemerkt. Doch dann bildete sich eine grosse Wunde, die immer wieder blutete. Nach der Diagnose begann er im Rahmen einer klinischen Studie eine sogenannte Systemtherapie. Seine Ärztin, Egle Ramelyte von der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich, ist dankbar: «Die Teilnehmenden helfen anderen Hautkrebsbetroffenen in der Zukunft». Welche Anzeichen auf weissen Hautkrebs hindeuten, wodurch sich dieser von schwarzem Hautkrebs unterscheidet und wie es Hand-Rudolf K. heute geht, erzählt sie in dieser Podcast-Folge. 

Folge 34: Pankreaskrebs – weshalb er so heimtückisch ist

Valentin K. ist etwas über 60, ein aktiver Geschäftsmann, der mitten im Leben steht. Als ihn ein hartnäckiger Husten plagt, wird zufällig ein bösartiger Tumor an seiner Bauchspeicheldrüse entdeckt. Das erwies sich als Glück. Denn solche Tumore werden oft zu spät entdeckt und die Prognose beim sogenannten Pankreaskrebs ist deshalb häufig sehr schlecht. Valentin K. erzählt in dieser Podcast-Folge, wie es ihm heute, knapp zwei Jahre später, geht und was ihm in dieser Zeit geholfen hat. Zu Wort kommt auch Prof. Mathias Worni, der Valentin K. damals an der Bauchspeicheldrüse operiert hat. Der Chirurg forscht mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz an Tumormarkern zur Früherkennung. Er ist zuversichtlich: «Weil auf sehr vielen Ebenen geforscht wird, darf man durchaus hoffen, dass Pankreaskrebs in Zukunft keine solch schreckliche Diagnose mehr sein wird.» 

Folge 33: Früherkennung von Darmkrebs – ein Blick hinter die Kulissen

Darmkrebs ist in der Schweiz die dritthäufigste Krebsart. Jedes Jahr erhalten über 4000 Frauen und Männer die Diagnose. Kaspar Truninger ist Gastroenterologe. Neben seiner Praxistätigkeit engagiert er sich auch für die Forschung im Bereich Darmkrebsfrüherkennung. Denn Darmkrebs ist heilbar, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird. Die wichtigsten Untersuchungen zur Früherkennung sind die Darmspiegelung und der «Blut-im-Stuhl-Test». In diesem Podcast begleiten wir eine Patientin zu ihrer Darmspiegelung, bei der Kaspar Truninger etwas findet, was er so nicht erwartet hätte. Der Spezialist erklärt zudem, warum ihn die Gastroenterologie jedes Mal wieder aufs Neue begeistert und weshalb es so wichtig ist, Darmspiegelungen in Zukunft noch gezielter anbieten zu können. 

Folge 32: CUP-Tumore – wenn der Ursprung der Krebserkrankung im Dunkeln bleibt

Brust-, Prostata- oder Darmkrebs: Diese Krebsarten sind bekannt. Kaum bekannt sind hingegen sogenannte CUP-Tumore. CUP steht für «Cancer of Unknown Primary» – eine Krebserkrankung mit meist hochaggressiven Metastasen, deren Primärtumor aber unklar ist. Die 24-jährige Michelle M. wurde mit dieser Diagnose konfrontiert: «Es ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Dennoch gibt man die Hoffnung nie auf, dass eine neue Therapie gefunden wird, die einem helfen kann.» Genau deshalb forscht Chantal Pauli auf diesem Gebiet, auch mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz: «Meine Forschung zielt darauf ab, neue Therapieansätze zu entwickeln, die den Betroffenen zugutekommen», erklärt die Pathologin vom Universitätsspital Zürich. 

Folge 31: Patientengruppen – wertvoller Austausch zwischen Betroffenen

Martina K. ging damals nur zum Arzt, weil sie Knieschmerzen hatte. Völlig unerwartet erhielt sie kurz darauf die Diagnose GIST (Gastrointestinaler Stromatumor). Damit ist sie eine von rund 100 Menschen in der Schweiz, die jedes Jahr an diesem seltenen Weichteiltumor des Magen-Darm-Trakts erkranken. Heute fühlt sie sich gesund. Aus Dankbarkeit und um anderen Betroffenen Mut zu machen, engagiert sich Martina K. in der GIST-Gruppe Schweiz, einem Verein zur Unterstützung von GIST-Betroffenen und deren Angehörigen. Mit dabei sind auch Fachexpertinnen und -experten, wie Attila Kollàr vom Inselspital Bern. Er ist einer der wenigen GIST-Spezialisten in der Schweiz. Im Podcast begleiten wir ihn und Martina K. an das jährliche Treffen der GIST-Gruppe Schweiz.

Folge 30: Radionuklidtherapie – strahlender Hoffnungsträger bei Prostatakrebs

Prof. Cristina Müller ist Forscherin mit Leib und Seele. Sie stellt in strahlengeschützten Labors am Paul-Scherrer-Institut radioaktive Medikamente her, die gezielt Krebszellen im Körper zerstören. Solche Radionuklidtherapien werden bislang nur bei speziellen Krebsarten eingesetzt. Seit wenigen Jahren beispielsweise bei Männern, wie Walter, die an einer fortgeschrittenen Prostatakrebserkrankung leiden. In der neuen Podcast-Folge erzählen er und Cristina Müller, welche Sicherheitsmassnahmen bei der Radionuklidtherapie während eines Spitalaufenthaltes und anschliessend zu Hause eingehalten werden müssen, wie diese strahlende Infusion genau wirkt und welche Hoffnungen die Forschung hat. 

Folge 29: Kinderkrebs – den Ursachen auf der Spur

Max starb, als er 14 Monate alt war. Er hatte einen Hirntumor. Die Ärzte konnten der Mutter keine Antwort nach dem «Woher?» und «Warum?» geben. Doch am Spitalbett von Max erinnerte sich die Mutter, dass ein weiteres Kind im Dorf an einem Hirntumor erkrankt war. Nach solchen regionalen Häufungen von Krebsfällen bei Kindern sucht Ben Spycher von der Universität Bern. «Mit den Daten des Kinderkrebsregisters können wir schweizweit forschen und versuchen, Risikofaktoren für Krebs bei Kindern zu finden», erklärt Spycher seine Motivation. «Unsere Hoffnung ist, dass wir einen Anteil an Krebsfällen bei Kindern verhindern können, indem wir vermeidbare Risikofaktoren erkennen.» Auch die Mutter von Max hofft auf die Forschung: «Dann wäre der Tod von Max nicht ganz umsonst gewesen.» 

Folge 28: Das Vertrauen stärken – in sich selbst und die Medizin

«Beim zweiten Mal war alles schwieriger zu akzeptieren.» Maria erkrankte 2017 an Brustkrebs und hatte wenige Jahre später überraschend einen Rückfall. Heute geht es ihr wieder gut, aber ihr Vertrauen in das Gesundheitssystem und in den eigenen Körper wurde zwischendurch tief erschüttert. Ihre Erfahrungen bringt sie nun als Mitglied des Forschungsteams in eine Studie ein, die von Prof. Andrea Kobleder von der Ostschweizer Fachhochschule geleitet wird. Ziel der Studie ist es, konkrete Massnahmen im Therapiealltag aufzuzeigen, die das Vertrauen stärken. Damit sich Menschen wie Maria nicht als Nummer, sondern aufgehoben fühlen, wenn sie etwa mit dem Namen angesprochen werden: «Das sind Kleinigkeiten, die aber das Vertrauen in sich selbst wieder stärken – und eben auch in das Gesundheitssystem.» 

Folge 27: Blutstammzelltransplantation – Neustart bei Leukämie

«Als sie einen passenden Spender gefunden hatten, war das wie ein Sechser im Lotto für mich!» Jocelyne L. hatte eine aggressive Form von Leukämie. Eine Blutstammzelltransplantation rettet ihr schliesslich das Leben. Doch ihr Beispiel zeigt auch, dass diese Therapie bei Blutkrebs noch kein Wundermittel ist. Deshalb sei es wichtig weiterzuforschen, ist ihr behandelnder Arzt Prof. Jakob Passweg überzeugt. Er ist Chefarzt der Hämatologie am Universitätsspital Basel und seit 2023 Präsident der Stiftung Krebsforschung Schweiz. In diesem Podcast erklärt er, bei welchen Leukämie-Arten eine Stammzelltransplantation infrage kommt, was die Risiken sind und weshalb es zu einer sogenannten umgekehrten Abstossung kommen kann.

Folge 26: Nationales Krebsregister – Wie die Daten der Forschung helfen

«Das nationale Krebsregister ist ein riesiger Datensatz – wie eine grosse Excel-Tabelle», erklärt Katharina Staehelin, Leiterin der Nationalen Krebsregistrierungsstelle. Rund 1,2 Millionen Tumorfälle sind bereits registriert. Ziel ist es, jede Krebsdiagnose in der Schweiz im Register zu erfassen. Denn je mehr Fälle gemeldet werden, desto grösser ist die Aussagekraft der gesammelten Daten und desto nützlicher sind sie für Forscherinnen und Forschern. So auch für Prof. Daniel Zwahlen. Der Leiter der Klinik für Radio-Onkologie am Kantonsspital Winterthur hat anhand der Daten untersucht, welchen Einfluss der Wohnort auf das Therapie-Angebot für Brustkrebspatientinnen hat. Im neuen Podcast erklären er und Katharina Staehelin, wie das Krebsregister funktioniert, wer die Daten analysieren kann und wofür diese benötigt werden.

Folge 25: Hodenkrebs – kein Thema unter der Gürtellinie

Erst als sein Hoden immer grösser wurde, ging Marcel H. zum Arzt. Dort erhielt er mit 48 Jahren die Diagnose Hodenkrebs. Heute, fünf Jahre später gehört er zur Gruppe der Krebsüberlebenden, den sogenannten Cancer Survivors. «Glücklicherweise können wir inzwischen fast alle Patienten mit Hodenkrebs heilen», sagt Dr. med. Christian Fankhauser vom Luzerner Kantonsspital. Der Facharzt für Urologie forscht mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz daran, die Nachsorge bei Hodenkrebs zu optimieren und die Langzeitfolgen der Krebstherapie zu reduzieren. Denn Hodenkrebs tritt hauptsächlich bei jungen Männern zwischen 20 und 40 Jahren auf. In diesem Podcast geht es deshalb auch um die Folgen nach der Entfernung eines Hodens, die Angst vor einer Impotenz und die Kinderfrage.

Folge 24: Heileurythmie – eine Bewegungstherapie für Körper und Seele

«Wenn es einem so schlecht geht, ist man über alles glücklich, was helfen könnte.» Deshalb hat die Patientin Ines keine Sekunde gezögert, als sie angefragt wurde, an einer Studie zur Wirksamkeit von Heileurythmie teilzunehmen. Als eine von vielen Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs absolviert sie nun – unter wissenschaftlicher Beobachtung – diese ganzheitliche Bewegungstherapie. Untersucht wird, ob Heileurythmie die sogenannte Fatigue mindern kann, eine chronische Müdigkeit, unter der sehr viele Krebsbetroffene leiden. Federführend mit dabei ist Prof. Ursula Wolf, Direktorin des Instituts für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern. Sie erzählt von ihren langjährigen guten Erfahrungen mit der Therapie.

Folge 23: Blackbox Mikrobiom – welche Rolle der Darm bei Krebs spielt

Der Gastroenterologe Prof. Michael Scharl vom Universitätsspital Zürich nimmt die Rolle des Darmmikrobioms – das sind alle Mikroorganismen, die in unserem Darm wohnen – bei der Entstehung von Krebs unter die Lupe. «Wir wissen, dass sich die Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei vielen Erkrankungen verändert. Die grosse Frage ist aber, ob dies die Ursache für die Entstehung einer Krankheit oder erst die Folge ist», so der Magen-Darm-Spezialist. Mit zwei Forschungsprojekten will Michael Scharl das Darmmikrobiom so verändern, dass Krebstherapien besser wirken. Auf welche Schwierigkeiten er dabei stösst und wieso er sich davon nicht entmutigen lässt, zeigt diese Podcast-Folge. 

Folge 22: Glioblastom – die Suche nach dem Forschungsdurchbruch

Seit bald 30 Jahren erforscht Prof. Monika Hegi vom Universitätsspital CHUV in Lausanne Hirntumore. Ihr Schwerpunkt sind Glioblastome, eine besonders aggressive Art von Hirntumoren. Je nach Variante dieser Tumore überleben Patientinnen und Patienten heute im Schnitt nur knapp ein Jahr. Eine Ausnahme ist Sophie B. (26). Mit 19 Jahren erhielt sie die Diagnose Glioblastom. Ihr Hirntumor war da bereits so gross wie eine Mandarine. Sie sagt: «Ohne Krebsforschung wäre ich wahrscheinlich nicht mehr am Leben.» Glioblastome, hoffnungsvolle Gedanken und die Bedeutung von Tumor-Gewebeproben stehen im Mittelpunkt dieser Podcast-Folge.

Folge 21: Nebenwirkungen der Chemotherapie – welchen hohen Preis krebskranke Kinder und Jugendliche bezahlen

«Ich habe sehr gelitten, aber es lohnt sich durchzuhalten!» Vor rund einem Jahr wurde bei der 17-jährigen Kyra K. ein bösartiger Tumor diagnostiziert. Es folgten Chemotherapien, mit heftigen Nebenwirkungen: Müdigkeit, Brechreiz und einer hohen Infektgefahr. Zur Schule konnte sie nicht mehr gehen. Noch bevor sie ausfielen, schnitt Kyra sich ihre Haare selbst ab. Solche Nebenwirkungen zu reduzieren, ist das Ziel des Onkologen Prof. Nicolas von der Weid vom Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB. Mit Unterstützung der Krebsforschung Schweiz untersucht er in einer aktuellen Studie, ob sich Nebenwirkungen wie Schmerzen und Gefühlsstörungen durch ein gezieltes, körperliches Training reduzieren lassen.

Folge 20: Klinische Forschung – neue Hoffnung dank Studien

«Vorwärts kommen wir nur, wenn wir forschen», ist Prof. Miklos Pless überzeugt. Er ist Forscher mit Leib und Seele, doch der Chefarzt der Medizinischen Onkologie am Kantonsspital Winterthur weiss auch: «Klinische Forschung besteht aus zwei Dritteln Enttäuschungen und einem Drittel Erfolgserlebnissen.» Im Podcast spricht er über entgegengebrachtes Vertrauen, grosse Chancen in der klinischen Forschung und erzählt, wieso er seine Patientinnen und Patienten für unbekannte Helden hält.

Folge 19: Brust- und Eierstockkrebs – die Rolle der Gene

Der Fall der Schauspielerin Angelina Jolie sorgte für Schlagzeilen: Bei ihr wurde eine vererbbare Genmutation nachgewiesen, die das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs erhöht. Auch Marlies M. (46) ist von einer solchen Mutation betroffen und bereits zwei Mal an einer aggressiven Art von Brustkrebs erkrankt. Sie erzählt, wie sich bei ihr der Verdacht auf eine genetische Veranlagung erhärtet hat. Zu Wort kommt auch Salome Riniker, eine auf Genetik und Brustkrebs spezialisierte Onkologin. Sie führt genetische Beratungen durch und klärt Ratsuchende auf.

Folge 18: Kommunikation – vom (un)heilsamen Umgang mit Worten

«Ein Schock war es», sagt Martin Inderbitzin im Rückblick auf jenen Moment, als er die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielt. Der mittlerweile 41-jährige Neurowissenschaftler und Mindset-Coach spricht von einer totalen Überforderung in der Sprechstunde, als ihm der Arzt die Diagnose eröffnete. Und doch hat die Art, wie sein Gegenüber mit ihm kommunizierte, Martin Inderbitzin in der Folge viel geholfen, die Hoffnung nicht aufzugeben. Wie anspruchsvoll solche Gespräche auch für die Ärzteschaft sind, erzählt der Psychiater Prof. Fritz Stiefel von der Universität Lausanne. Er forscht zum Thema Kommunikation in der Onkologie.

Folge 17: Unabhängige Forschung – der Schlüssel zu Innovation

Hans-Peter Richterich, langjähriger Patron der Firma Ricola und Grossgönner der Stiftung Krebsforschung Schweiz (KFS), erzählt, wieso er sich für die Erforschung von Eierstockkrebs einsetzt: Seine Frau erkrankte vor 14 Jahren an einem Ovarialkarzinom, vor einem Jahr ist sie daran gestorben. Für den Witwer ist es eine Form, seine Dankbarkeit auszudrücken, dass seine Gattin dank Therapien noch viele Jahre nach der Diagnose weiterlebte. Sein finanzielles Engagement wiederum ermöglicht es, dass die KFS unabhängige Forschung finanzieren kann, wie sie Prof. Viola Heinzelmann am Universitätsspital Basel betreibt. Sie geht in ihrem aktuellen Projekt der Frage nach, wie sich die Prognose von Eierstockkrebs verbessern und ein Rückfall verhindern lässt. 

Folge 16: Checkpoint-Inhibitoren – eine Erfolgsgeschichte für Wissenschaft und Krebsbetroffene

Wäre bei Roger G. vor zehn Jahren das metastasierende Melanom entdeckt worden, hätte er kaum überlebt. Doch dank der neuartigen Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren haben sich seine Tumoren mittlerweile zurückgebildet; er führt ein weitgehend normales Leben. «Die Checkpoint-Inhibitoren unterstützen das Immunsystem dabei, gegen den Krebs zu kämpfen», erklärt sein behandelnder Arzt Prof. Alfred Zippelius vom Universitätsspital Basel. Immuntherapien finden heute immer breitere Anwendung. Und doch ist noch viel Forschung notwendig, um Nebenwirkungen zu reduzieren und zu prüfen, wieso sie bei gewissen Patienten durchschlagenden Erfolg haben und bei anderen nicht. 

Folge 15: Pflegewissenschaft – Forschung für und mit Patienten

Manuela Eicher, Professorin für Pflegewissenschaft an der Universität Lausanne und am Universitätsspital CHUV, kennt die Pflege von der Pike auf. Sie weiss, wie wichtig eine enge und professionelle Begleitung von Patientinnen und Patienten mit Krebs ist. Nicht nur während des Spitalaufenthalts selber, sondern auch für die Zeit danach, die sich für viele als besonders anspruchsvoll erweist. Plötzlich fällt der sichere Rahmen, wie ihn das Spital bietet, weg. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt entwickelt Manuela Eicher Hilfsmittel, um Betroffene auch nach dem Spitalaustritt optimal unterstützen zu können. Bei ihrem Projekt zieht sie nicht nur Fachkräfte aus der Pflege mit ein, sondern auch Patientinnen und Patienten.

Folge 14: Metastasen – die Suche nach neuen Strategien

Sie sind manchmal kaum mehr in den Griff zu bekommen: diese Krebszellen, die sich vom ursprünglichen Tumor lösen und Ableger bilden. «Neunzig Prozent aller Todesfälle bei Krebspatienten gehen auf Metastasen zurück», bringt es Prof. Gerhard Christofori von der Universität Basel auf den Punkt. Mit seinem Team erforschte der Molekularbiologe und Biochemiker während vieler Jahre, welche molekularen Mechanismen hinter bösartigen Tumoren stecken. Nun – kurz vor seiner Pensionierung – wagt er einen Blick in die Zukunft und erklärt, wieso es Grund zur Hoffnung gibt: Neuste Experimente deuten darauf hin, dass sich bösartige Tumorzellen durchaus überlisten lassen.

Folge 13: Integrative Medizin – eine sinnvolle Ergänzung

Das Zentrum für Integrative Medizin, das Dr. Marc Schlaeppi leitet, ist Teil des 
Kantonsspitals St. Gallen. Hier steht die ganzheitliche Behandlung im Vordergrund. Zum Einsatz kommen Mistel-, Bewegungs-, Kunsttherapie oder Akupunktur ebenso wie Methoden aus den Bereichen Achtsamkeit und Entspannung. Dabei handelt es sich nicht um einen Ersatz für Operationen, Chemotherapien oder Bestrahlungen, sondern vielmehr um eine Ergänzung – etwa um Nebenwirkungen oder Ängste zu lindern. Auch dank der Forschung sind komplementärmedizinische Methoden heute anerkannt. Es brauche aber weitere Bemühungen, um ihre Wirksamkeit und ihr Potenzial darzulegen, so Schlaeppi. 

Folge 12: Radioonkologie – hochpräzise Bestrahlung

Paul E. erfreut sich heute wieder bester Gesundheit. Doch vor nicht allzu langer Zeit hatte er einen schweren Kampf zu führen: Prostatakrebs mit Metastasen lautete seine Diagnose. «Früher wäre die Heilung dieses Patienten undenkbar gewesen», sagt Prof. Matthias Guckenberger, Direktor der Klinik für Radio-Onkologie des Universitätsspitals Zürich. Er hat bei Paul E. ein neues Gerät für die Bestrahlung eingesetzt, das die Bildgebung eines MRI mit Radiotherapie kombiniert. «Das Verfahren ermöglicht es, ganz fokussiert zu bestrahlen und das umliegende Gewebe zu schützen», erklärt der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützte Forscher.

Folge 11: Massgeschneiderte Behandlungen – dank molekularer Diagnostik

Prof. Holger Moch, Direktor des Instituts für Pathologie und Molekularpathologie am Universitätsspital Zürich, führt durch sein Labor: Mit seinem Team untersucht er hier mit modernsten Geräten und Methoden die DNA von Tumoren. Gelingt es, bestimmte Genveränderungen zu detektieren, wird in einem nächsten Schritt nach passenden Medikamenten gesucht. «Je genauer wir über den Tumor Bescheid wissen, desto gezielter können wir den Patienten behandeln», bringt es der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz geförderte Forscher auf den Punkt.

Folge 10: Prostatakrebs – zuwarten statt therapieren

Fritz O. (64) weiss seit sieben Jahren, dass er ein Prostatakarzinom hat. Bis jetzt wurde er weder operiert noch bestrahlt, gesundheitlich geht es ihm bestens. Prostatakrebs, diese häufigste Krebsart bei Männern, ist insofern besonders, als dass das Zuwarten auch eine sinnvolle Option sein kann, wie die Forschung aufzeigen konnte. Regelmässige Untersuchungen helfen dabei zu überwachen, wie sich der Tumor entwickelt. «Wir beurteilen bei jedem Patienten individuell, ob es sinnvoller ist abzuwarten oder mit einer Therapie zu beginnen», sagt Prof. George N. Thalmann, Chefarzt Urologie am Berner Inselspital.

Folge 9: Leukämie bei Kindern – neue Ansätze in der Therapie

Noch Anfang der 70-er Jahre endete eine Leukämie bei Kindern fast immer tödlich. Heute sind die Heilungschancen gut bis sehr gut. Und doch schafft es eins von fünf betroffenen Kindern nicht; es spricht nicht auf die Chemotherapie an oder erleidet einen Rückfall. Für Prof. Jean-Pierre Bourquin, Leiter des Zentrums Onkologie am Universitäts-Kinderspital Zürich ist klar: «Wir wollen die Therapien von Kindern, die an Krebs erkranken, weiter verbessern.» Im Podcast erzählt er von seinem medizinisch und menschlich herausfordernden Alltag.

Folge 8: Brustkrebs – mehr Lebensqualität dank ausgeklügelten Operationstechniken

Entstellte Körperpartien nach einer Operation bei Brustkrebs sind zum Glück Vergangenheit: «Dank modernen Operationstechniken und der onkoplastischen Chirurgie sind die Resultate ästhetisch viel besser als früher», sagt Prof. Walter Paul Weber, Chefarzt Brustchirurgie am Universitätsspital Basel. Entscheidend ist eine enge Zusammenarbeit von Fachkräften aus der plastischen und der Tumorchirurgie. Was das konkret bedeutet, weiss Marlene P. Sie hat sich für einen Brustaufbau entschieden, der zwar lange Operationszeiten mit sich gebracht hat, die Mühe aber wert war. Marlene P. freut sich auch sieben Jahre nach der Operation an ihrer anhaltend guten Lebensqualität und am Resultat. Dank Studien, die die Krebsforschung Schweiz unterstützt, werden die Operationstechniken weiter überprüft und optimiert.

Folge 7: Krebs bei Kindern – geheilt und doch nicht ganz gesund

An den Moment, als ihnen die Diagnose «Hodgkin-Syndrom», auch bekannt als Lymphdrüsenkrebs, eröffnet wurde, erinnern sich Mutter und Tochter noch ganz genau. Mittlerweile ist das zehn Jahre her und aus der Jugendlichen ist eine 23-jährige Frau geworden, die mitten im Leben steht. Doch die intensive Behandlung, die den Krebs damals zu vertreiben vermochte, hat ihre Spuren hinterlassen. «Dass wir die potenziellen Nachwirkungen der Therapie möglichst früh erkennen und behandeln, ist entscheidend», sagt ihre Kinderonkologin Katrin Scheinemann. In einem von der Krebsforschung Schweiz finanzierten Forschungsprojekt vergleicht sie verschiedene Nachsorgemodelle und setzt alles daran, dass junge Patientinnen und Patienten auf eine lebenslange, verlässliche Nachsorge zählen können.

Folge 6: Krebsforschung Schweiz – seit 30 Jahren temporeich voran

Prof. em. Thomas Cerny, Präsident der Stiftung Krebsforschung Schweiz, hat die rasanten Fortschritte in der Krebsforschung in den letzten drei Jahrzehnten als Onkologe hautnah miterlebt. Im Jubiläumspodcast spricht er über seine persönlichen Erfahrungen und benennt die Meilensteine in der Forschung. «Bei den Therapien, den Untersuchungsmethoden, der Früherkennung, aber auch bezüglich der Kommunikation mit Betroffenen sind wir heute an einem ganz anderen Ort als noch vor 30 Jahren», hält Thomas Cerny fest. Als grossen Durchbruch in der Therapie bezeichnet er die Immuntherapie, die mithilfe des körpereigenen Immunsystems den Krebs bekämpft. Auch numerisch sind die imposanten Erfolge der vergangenen Jahre klar belegt: Heute lassen sich mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen heilen, Tendenz steigend.

Folge 5: «Palliative Care» – Lebensqualität erhalten bis zuletzt 

Sie wolle jeden Tag noch in vollen Zügen geniessen, sagt Brigitte N., die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Selbstbestimmt und bewusst das Lebensende gestalten – das ist der 57-Jährigen in der verbleibenden Zeit unglaublich wichtig. Einer, der sich dafür einsetzt, dass auch Menschen wie Brigitte N. bestmöglich begleitet werden, ist der Palliativmediziner Prof. Steffen Eychmüller. Er hat mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz ein Schema für Ärzte entwickelt, mit dem sich solche meist sehr anspruchsvollen Gespräche mit schwer kranken Patienten strukturieren lassen. Es soll helfen, dass alle Punkte zur Sprache kommen, die in diesem Lebensabschnitt für die Betroffenen relevant sind. Die Schmerzbekämpfung wird dabei ebenso thematisiert wie Fragen der bestmöglichen Betreuung.

Folge 4: Krebsforschung Schweiz: ein Blick hinter die Kulissen

Es ist Zeit zu feiern. Und zwar gleich aus mehreren Gründen: Einerseits weil die Stiftung Krebsforschung Schweiz (KFS) in diesem Jahr das 30-Jahr-Jubiläum begeht und andererseits weil die Krebsforschung seit den 90-er Jahren unglaubliche Fortschritte erzielt hat. «War vor 30 Jahren Krebs oft ein Todesurteil, sind heute die Chancen, Krebs zu überleben oft gut bis sehr gut. Dazu hat vor allem die Forschung beigetragen», hält Rolf Marti, Geschäftsführer der KFS fest. Hinter der Forschungsförderung, wie sie die KFS ermöglichst, steckt ein ausgeklügeltes System mit einer wissenschaftlichen Kommission, einer Forschungsdatenbank und Prozessen, die garantieren, dass jeder Franken am richtigen Ort ankommt. Der Podcast zum Jubiläum gibt Einblick in das Innenleben der Stiftung, die klein angefangen hat und heute jährlich rund 20 Millionen Franken für zukunftsweisende Projekte vergibt.

Folge 3: Eltern werden trotz Krebs

Krebsdiagnose und Kinderwunsch? Das eine schliesst das andere nicht aus. Die Internetseite fertionco.ch ist für Krebsbetroffene eine Orientierungshilfe, wenn es darum geht, eine Fertilitätsbehandlung in Erwägung zu ziehen und zeigt auf, welche Folgen eine Krebstherapie für die Fruchtbarkeit haben kann. Prof. Sibil Tschudin, Gynäkologin und leitende Ärztin am Universitätsspital Basel, hat diese Plattform aufgrund ihrer Erfahrung mit Betroffenen und im Rahmen eines von der Krebsforschung Schweiz finanzierten Forschungsprojektes entwickelt. Alexandra K., bei der im Alter von 29 Jahren Brustkrebs diagnostiziert wurde, hat sich für eine solche Fertilitätsbehandlung entschieden. Was bedeutete das für die Familienplanung, was für ihr Leben? Hören Sie selbst.

Folge 2: CAR-T-Zelltherapie – ein Meilenstein in der Krebstherapie

Dass Christoph B. noch am Leben ist, grenzt an ein Wunder. Umso mehr, als er heute wieder zu 100 Prozent arbeitsfähig ist und auch seinen Freizeitaktivitäten nachgehen kann. 2018 wurde bei ihm ein aggressiver Lymphdrüsenkrebs entdeckt. Die CAR-T-Zelltherapie – diese neuartige Therapie, bei der Immunzellen gentechnologisch so verändert werden, dass sie Krebszellen erkennen und bekämpfen – rettete ihm buchstäblich das Leben. Professorin Caroline Arber Barth, eine von der Stiftung Krebsforschung Schweiz geförderte Forscherin an der Universität Lausanne, erklärt und erzählt, was sie antreibt, diese Therapie mit grossem Potenzial weiterzuentwickeln.

Folge 1: Psychoonkologie – erste Hilfe für die Seele

Bei einer Routineuntersuchung wird bei einem Familienvater ein Tumor entdeckt, der sofortige medizinische Massnahmen erfordert. Ein Schock auch für die Angehörigen. Wie mit dieser neuen Belastung und den aufkeimenden Ängsten umgehen? Die Frau des Betroffenen gewährt Einblick in ihren Familienalltag, der nach der Krebsdiagnose ein anderer ist. Und sie verrät: Geholfen haben ihr Gespräche mit einer Psychoonkologin. Judith Alder, die in diesem Bereich forscht, erläutert, was Betroffenen und Angehörigen in solchen Situationen helfen kann.